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Delfintherapie
05:07
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Inkarniert in die Spiegelbildhülle
ist die Stille dein Wille, dann nehme besser die Pille
es ist hart aufm Arsch ohne Kissen
das Aquarium nagt an den Fischen
immer wenn es regnet, muss ich daran denken
verschiedene Tropfen, ein Element
du kannst versuchen zu strampeln, zu treten
die Schwerkraft lenkt, gen Happy End
Mutter Zunge, Mutter Zunge, gib mir Butter auf die Stulle
damit ich sie ertrag, gib mir Spucke auf die Wunde, ja
dicke Trän' kullern in die Suppe
tauche unter im Sumpf und gesunde
Bewusstsein kollektiv
kann mir vorstelln, was du fühlst
denn wir teilen die gleiche Erfahrung
entzweit an den Steinen der Brandung
Riesiger Ball aus Energie, Kniefall
wir sind alle nur Wasser, das fließt
Entweder A, leg deine Scheuklappen ab oder
B, verpass ein phänomenales Panorama
bitte definiere die schiefe Bahn
sie wird grader mit jedem Motherfucker, mit jedem Fahrer
ma' ma keine Mücke zu nem Elefanten, Karma is a bitch
aber dankbar, der Tathergang liegt im Auge des Betrachters
Stammbaum, Baumstamm, gefangen in Distanz
aber schlägst du weiter Wurzeln, wachsen wir zusamm
es liegt bei dir, realisieren wir die Utopie?
bon appetit, all you can eat, der fiese Nazi macht Delfintherapie
Riesiger Ball aus Energie, Kniefall
wir sind alle nur Wasser, das fließt
Donald Trumps nukleares Waffenarsenal
irgendso ein Arsch steckt ein Flüchtlingsheim in Brand
AFD, Bundestag, guck doch auf die Zahl
Angst vorm Islam, Angst vor dem Kampf
auf jeden Europäer kommen jede Menge Sklaven
die wegen Treibhausgasen bald nix mehr zu beißen haben
wir bauen eine Mauer, aus den Augen aus dem Sinn
denn Menschen zweiter Klasse gehören hier nicht hin
Der Schädel dröhnt denn er ist voll Verschwörungstheorien
Djingis Konsum
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2. |
Fernwärme
03:28
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Ma wieder von der Schule geträumt
von den eigenen Dämonen durch die Flure verfolgt
suche erneut in dem verfluchten Gebäude nach einem Freund
der Boden feucht, rutsche aus, bin enttäuscht
wach auf, schweißgebadet, in den Leichenwagen
Schulbus kriegt mich heute keiner reingetragen
stell mich krank, geübter Simmulant
Placebo irgendwann hab ichs selber nicht erkannt
bin nie allein, zumindest am Rechner
in meiner eigenen Realität geht es mir besser
hier kann ich sein wer ich will
ein mächtiger Krieger mit eisernem Schild
greif in das Bild
mein eigener Film
doch was bleibt nach dem chilln
ist die Angst vor dem Morgen und quadratische Pupill'n
Stirn voller Pickel
Rollläden runter, umgeben von Pixeln
einsame Lüste der Pubertät
denke an Titten
die Hände voll Blasen vom ständigen Wichsen
einsame Lüste der Pubertät
bin erregt und mein Penis er steht
denn ein Mädel hat ma wieder meinen Schädel verdreht
stell mir vor, wie ich sie grade nehm
verdorben, zu viel Pornos gesehn
doch in echt, weit gefehlt, mein Problem
Rebellion des Verdauungssystems
fühl mich fett, unzufrieden und schlecht
Perlen vor die Säue, Maden im Speck
oh, wie es wär, eine Schere zu greifen
ein kurzer Schmerz, alles wäre beim Alten
leider bleibt es dabei
ich erlieg meinen Trieben und fühle mich geil
schließe mich ein
es schießt wie ein Pfeil
wie befreit kann man sein
doch was bleibt ist nur Ekel und ne Hand voller Schleim
denke an Titten
die Hände voll Blasen vom ständigen Wichsen
einsame Lüste der Pubertät
Stirn voller Pickel
Rollläden runter, umgeben von Pixeln
einsame Lüste der Pubertät
du wirst es nicht glauben, wie gern ich die nah wär
du bist nicht greifbar, nur dein Avatar
er lacht und er liegt neben mir
machen online romantisches Picknick im Park
stelle mir vor, wie es wär
hätten wir Körperkontakt
doch damit müssen wir leider noch warten
bis ein Programmierer es schafft
einsame Lüste der Pubertät
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3. |
Schweiß
02:44
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Hassen den Sommer, da kommen die Mücken
wir sitzen die Zeit ab auf heißem Asphalt
sind wie Soldaten, Patrouillen durch Straßen
Wasserpistolen geladen bereit
Schweiß, überall Schweiß
Hassen den Winter, da fliegen Bakterien
wir ziehn uns zurück ins beengende Heim
liegen in Sesseln und sind überfressen
die ewige Dunkelheit wickelt uns ein
Schleim, überall Schleim
Hassen Herbt, hassen den Frühling
pollenallergisch, blätterbefalln
vier Jahreszeiten, nicht zu befreifen
fick die Veränderung, wir sagen nein
bitte nicht
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4. |
Pessoa (feat. Trip)
04:27
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Ich lasse die Kaffeetasse falln und setze die Teile wieder zusamm
egal wie weit wir kommen, wir kommen nicht an
ein unbekanntes Land ist so gut wie ein Spaziergang durch die Nacht
es kommt immer nur drauf an, was man draus macht
ein Leben wie ein Fass ohne Boden, wir jagen Allice durch den Schacht
suchen Elvis in der Stadt der Lichter
machen Songs aus den Gedanken toter Dichter
und der letzte Konsument in der letzten Konsequenz
ist auch nur irgendein Gott, den keiner kennt
der den Hof kehrt und den Abfall trennt, für immer fremd
der Glaube ein Hirngespinst, die Vernunft ein Gespenst
kein Grund, kein Anfang, kein Ende
der Kampf gegen die Windmühln und die näherkommenden Wände
das intelligente ist kein Mensch, das Klatschen benutzt die Hände
die Musik spielt die Band, das Geld gibt uns aus
die Bilder schaun uns, das Essen zehrt uns auf
wir laufen über den Tellerrand
Unser Leben is ne Herberge
bis der Bus endlich fährt Richtung Leere
manche sehn es als Gefängnis
manche sind gesellig, ständig mit andern Menschen
ich bin weder ungeduldig noch gwöhnlich
sie dringen zu mir über, Stimmen, Farben, Töne
berührn mich, werden zu Liedern
die ich während dem Warten komponiere
Ein Brunnen der in den Himmel schaut
so abgrundtief, dein Imperium, gib es auf
emporgehoben von der Schaukel kannst du fliegen
der Traum hört auf wenn die Füße wieder den Boden berührn
du leidest an der Sehnsucht
Tretboot, strampeln bis es weh tut
Seenot, wo bleibst du nur?
ich möchte wissen, ob es mich zerreißt im Sturm
nix zu verlieren, ich hab nie was besessen
mein einziges Kleid ist geliehn, keiner kann mir was wegnehm
fülle Texte mit Lücken, hab special effects im Rücken
Pessoa ist mein Vorbild, Lissabon das Viertel in Saarbrücken
sitz aufm Ophülsplatz, der stille Beobachter
ich will nie wieder runter, seit ich einmal oben war
ich hoffe ja, der Himmel schaut auch in den Brunn
fülle die Lung, es wird gesung
Unser Leben is ne Herberge
bis der Bus endlich fährt Richtung Leere
manche sehn es als Gefängnis
manche sind gesellig, ständig mit andern Menschen
ich bin weder ungeduldig noch gwöhnlich
sie dringen zu mir über, Stimmen, Farben, Töne
berührn mich, werden zu Liedern
die ich während dem Warten komponiere
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5. |
Antidepressiva
01:56
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6. |
Die Pforten der Hölle
04:01
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Kauderwelsch
Permanentes labern, Labern permanent
Ständig ölige Füße vom Treten in Fettnäpfchen
Fußfetischisten würden sie am liebsten essen
seitdem ich hörte, dass sie ihre Messer wetzen
halt ich einfach meine Fresse, für alle am besten
Kopf Wischmobeimer, Trommelfell Sieb, schon aus Prinzip
filtern sie die Plörre aus euren Floskeln, es blieb
nich viel übrig außer hin und wieder ein Piep
auch ohne Bälger hab ich Mäuler zu stopfen
dein Gefasel übers Wetter ist mir relativ egal
ich konnte schon erahnen, dass du Sonneneinstrahlung magst
und Regengüsse hasst
das tun die meisten, denn von denen wird man nass
von Selbstbeweihräucherung muss ich husten
kotz dir auf die Schuhe, wegen deinem Getue
bitte gib mir eine Todesanzeige, Schweigeminute
vielen Dank für die Blumen, ein wenig Ruhe
Permanentes labern, Labern permanent
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KONSUMENT SL, Germany
Konsument ist live gespielter Hiphop ohne Genregrenzen. Uns verbindet die Liebe zu Rap, Jazz und
Experimenten.
Rap: Marlon Kron
Gitarre:
Hannes Gajowski
Kontrabass/Rhodes:
Stäff Goldbach
Drums: Marius Buck
Bass: Lukas Reidenbach
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