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Die Pforten der Hölle EP

by KONSUMENT

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1.
Inkarniert in die Spiegelbildhülle ist die Stille dein Wille, dann nehme besser die Pille es ist hart aufm Arsch ohne Kissen das Aquarium nagt an den Fischen immer wenn es regnet, muss ich daran denken verschiedene Tropfen, ein Element du kannst versuchen zu strampeln, zu treten die Schwerkraft lenkt, gen Happy End Mutter Zunge, Mutter Zunge, gib mir Butter auf die Stulle damit ich sie ertrag, gib mir Spucke auf die Wunde, ja dicke Trän' kullern in die Suppe tauche unter im Sumpf und gesunde Bewusstsein kollektiv kann mir vorstelln, was du fühlst denn wir teilen die gleiche Erfahrung entzweit an den Steinen der Brandung Riesiger Ball aus Energie, Kniefall wir sind alle nur Wasser, das fließt Entweder A, leg deine Scheuklappen ab oder B, verpass ein phänomenales Panorama bitte definiere die schiefe Bahn sie wird grader mit jedem Motherfucker, mit jedem Fahrer ma' ma keine Mücke zu nem Elefanten, Karma is a bitch aber dankbar, der Tathergang liegt im Auge des Betrachters Stammbaum, Baumstamm, gefangen in Distanz aber schlägst du weiter Wurzeln, wachsen wir zusamm es liegt bei dir, realisieren wir die Utopie? bon appetit, all you can eat, der fiese Nazi macht Delfintherapie Riesiger Ball aus Energie, Kniefall wir sind alle nur Wasser, das fließt Donald Trumps nukleares Waffenarsenal irgendso ein Arsch steckt ein Flüchtlingsheim in Brand AFD, Bundestag, guck doch auf die Zahl Angst vorm Islam, Angst vor dem Kampf auf jeden Europäer kommen jede Menge Sklaven die wegen Treibhausgasen bald nix mehr zu beißen haben wir bauen eine Mauer, aus den Augen aus dem Sinn denn Menschen zweiter Klasse gehören hier nicht hin Der Schädel dröhnt denn er ist voll Verschwörungstheorien Djingis Konsum
2.
Fernwärme 03:28
Ma wieder von der Schule geträumt von den eigenen Dämonen durch die Flure verfolgt suche erneut in dem verfluchten Gebäude nach einem Freund der Boden feucht, rutsche aus, bin enttäuscht wach auf, schweißgebadet, in den Leichenwagen Schulbus kriegt mich heute keiner reingetragen stell mich krank, geübter Simmulant Placebo irgendwann hab ichs selber nicht erkannt bin nie allein, zumindest am Rechner in meiner eigenen Realität geht es mir besser hier kann ich sein wer ich will ein mächtiger Krieger mit eisernem Schild greif in das Bild mein eigener Film doch was bleibt nach dem chilln ist die Angst vor dem Morgen und quadratische Pupill'n Stirn voller Pickel Rollläden runter, umgeben von Pixeln einsame Lüste der Pubertät denke an Titten die Hände voll Blasen vom ständigen Wichsen einsame Lüste der Pubertät bin erregt und mein Penis er steht denn ein Mädel hat ma wieder meinen Schädel verdreht stell mir vor, wie ich sie grade nehm verdorben, zu viel Pornos gesehn doch in echt, weit gefehlt, mein Problem Rebellion des Verdauungssystems fühl mich fett, unzufrieden und schlecht Perlen vor die Säue, Maden im Speck oh, wie es wär, eine Schere zu greifen ein kurzer Schmerz, alles wäre beim Alten leider bleibt es dabei ich erlieg meinen Trieben und fühle mich geil schließe mich ein es schießt wie ein Pfeil wie befreit kann man sein doch was bleibt ist nur Ekel und ne Hand voller Schleim denke an Titten die Hände voll Blasen vom ständigen Wichsen einsame Lüste der Pubertät Stirn voller Pickel Rollläden runter, umgeben von Pixeln einsame Lüste der Pubertät du wirst es nicht glauben, wie gern ich die nah wär du bist nicht greifbar, nur dein Avatar er lacht und er liegt neben mir machen online romantisches Picknick im Park stelle mir vor, wie es wär hätten wir Körperkontakt doch damit müssen wir leider noch warten bis ein Programmierer es schafft einsame Lüste der Pubertät
3.
Schweiß 02:44
Hassen den Sommer, da kommen die Mücken wir sitzen die Zeit ab auf heißem Asphalt sind wie Soldaten, Patrouillen durch Straßen Wasserpistolen geladen bereit Schweiß, überall Schweiß Hassen den Winter, da fliegen Bakterien wir ziehn uns zurück ins beengende Heim liegen in Sesseln und sind überfressen die ewige Dunkelheit wickelt uns ein Schleim, überall Schleim Hassen Herbt, hassen den Frühling pollenallergisch, blätterbefalln vier Jahreszeiten, nicht zu befreifen fick die Veränderung, wir sagen nein bitte nicht
4.
Ich lasse die Kaffeetasse falln und setze die Teile wieder zusamm egal wie weit wir kommen, wir kommen nicht an ein unbekanntes Land ist so gut wie ein Spaziergang durch die Nacht es kommt immer nur drauf an, was man draus macht ein Leben wie ein Fass ohne Boden, wir jagen Allice durch den Schacht suchen Elvis in der Stadt der Lichter machen Songs aus den Gedanken toter Dichter und der letzte Konsument in der letzten Konsequenz ist auch nur irgendein Gott, den keiner kennt der den Hof kehrt und den Abfall trennt, für immer fremd der Glaube ein Hirngespinst, die Vernunft ein Gespenst kein Grund, kein Anfang, kein Ende der Kampf gegen die Windmühln und die näherkommenden Wände das intelligente ist kein Mensch, das Klatschen benutzt die Hände die Musik spielt die Band, das Geld gibt uns aus die Bilder schaun uns, das Essen zehrt uns auf wir laufen über den Tellerrand Unser Leben is ne Herberge bis der Bus endlich fährt Richtung Leere manche sehn es als Gefängnis manche sind gesellig, ständig mit andern Menschen ich bin weder ungeduldig noch gwöhnlich sie dringen zu mir über, Stimmen, Farben, Töne berührn mich, werden zu Liedern die ich während dem Warten komponiere Ein Brunnen der in den Himmel schaut so abgrundtief, dein Imperium, gib es auf emporgehoben von der Schaukel kannst du fliegen der Traum hört auf wenn die Füße wieder den Boden berührn du leidest an der Sehnsucht Tretboot, strampeln bis es weh tut Seenot, wo bleibst du nur? ich möchte wissen, ob es mich zerreißt im Sturm nix zu verlieren, ich hab nie was besessen mein einziges Kleid ist geliehn, keiner kann mir was wegnehm fülle Texte mit Lücken, hab special effects im Rücken Pessoa ist mein Vorbild, Lissabon das Viertel in Saarbrücken sitz aufm Ophülsplatz, der stille Beobachter ich will nie wieder runter, seit ich einmal oben war ich hoffe ja, der Himmel schaut auch in den Brunn fülle die Lung, es wird gesung Unser Leben is ne Herberge bis der Bus endlich fährt Richtung Leere manche sehn es als Gefängnis manche sind gesellig, ständig mit andern Menschen ich bin weder ungeduldig noch gwöhnlich sie dringen zu mir über, Stimmen, Farben, Töne berührn mich, werden zu Liedern die ich während dem Warten komponiere
5.
6.
Kauderwelsch Permanentes labern, Labern permanent Ständig ölige Füße vom Treten in Fettnäpfchen Fußfetischisten würden sie am liebsten essen seitdem ich hörte, dass sie ihre Messer wetzen halt ich einfach meine Fresse, für alle am besten Kopf Wischmobeimer, Trommelfell Sieb, schon aus Prinzip filtern sie die Plörre aus euren Floskeln, es blieb nich viel übrig außer hin und wieder ein Piep auch ohne Bälger hab ich Mäuler zu stopfen dein Gefasel übers Wetter ist mir relativ egal ich konnte schon erahnen, dass du Sonneneinstrahlung magst und Regengüsse hasst das tun die meisten, denn von denen wird man nass von Selbstbeweihräucherung muss ich husten kotz dir auf die Schuhe, wegen deinem Getue bitte gib mir eine Todesanzeige, Schweigeminute vielen Dank für die Blumen, ein wenig Ruhe Permanentes labern, Labern permanent

credits

released May 18, 2019

Record, Mix und Master: Leo Kwandt
Artwork: Jonathan Dawo
Komposition: Lukas Reidenbach, Hannes Gajowski, Stephan Goldbach, Marius Buck
Text: Marlon Kron, Trip

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about

KONSUMENT SL, Germany

Konsument ist live gespielter Hiphop ohne Genregrenzen. Uns verbindet die Liebe zu Rap, Jazz und Experimenten.

Rap: Marlon Kron

Gitarre:
Hannes Gajowski

Kontrabass/Rhodes:
Stäff Goldbach

Drums: Marius Buck

Bass: Lukas Reidenbach
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